Mein Leben
Meine Erfahrungen

Aller Anfang ist schwer! Der Weg hierher war nicht immer einfach für mich. Aber ich würde um keinen Preis der Welt etwas daran ändern. Meine Erfahrungen haben mich zu dem gemacht, was ich heute bin - und ich habe viel aus meinen Fehlern gelernt. Davon können Sie heute profitieren.

Für die an meiner bisherigen Geschichte interessierten Leser. (dauert ein paar Minuten)
Los ging das Ganze 1965 auf einem kleinen Bauernhof in der Nähe von Regensburg (Bayern). Da wuchs ich mit meinen Eltern, Großeltern und meinem Onkel auf. 1974 kam dann mein Bruder noch dazu. Früh lernte ich die umfassende Arbeit auf dem Hof mit Holzwirtschaft kennen und durfte mit ran. Säen, pflegen, ernten. Tiere versorgen. Ein Leben im Lauf der Zeit, im Lauf des Jahres, geprägt mit Grundwerten, die mir heute weiterhin wichtig sind und die ich als Leitplanken für mein Leben bezeichne und die sehr gut sind. In meiner Kindheit war ich Ministrant, habe in der KLJB gearbeitet, war Sternsinger. Die Schule fand in meiner näheren Umgebung statt und eine weiterführende Schule kam für mich nicht in Frage.

So begann ich 1980 mit 15 Jahren meine Ausbildung zum Groß- und Außenhandelskaufmann in einem Großhandel für Zeitungen und Zeitschriften mit angegliedertem Großhandel für Spielwaren und Schreibwaren in Regensburg. Nach dem Abschluss arbeitete ich in der Marketingabteilung bis zu meiner Bundeswehrzeit.
Nebenher engagierte ich mich im Jugend-Rot-Kreuz und als ehrenamtlicher Helfer im Rettungsdienst des BRK. Später dann als Rettungssanitäter in der Motorrad-Staffel des BRK.
Aus dem Schützenverein heraus gründeten wir einen Theaterverein, in dem ich selbst Gründungsmitglied bin, 17 Jahre bayer. Mundart-Theater gespielt habe und dieser Verein existiert heute noch mit mehr als 150 Mitgliedern und vier aktiven Spielgruppen.

Kurz nach dem Ende der Bundeswehr gab es einen großen Einschlag in meinem Leben. Ich verlor meinen besten Freund und weitere drei sehr gute Freunde bei einem Verkehrsunfall. Der Zusammenhalt in der JRK Gruppe und anderen Freundschaften half uns gemeinsam durch diese schwere Zeit. Auch das prägt mich bis heute und lässt mich das Wort Dankbarkeit für mich definieren. Ein Großteil meiner eigenen Resilienz wurde damals geprägt.

Beruflich wechselte ich nach Augsburg zu einem Spiel- und Schreibwaren-Großhandel, um dort meine ersten Schritte im Verkaufs-Außendienst zu machen. Große Schritte für mich zu diesem Zeitpunkt, aber sehr erfolgreich. Man muss sich trauen, dann wird es schon. Weitere drei Jahre später ging es für mich zurück nach Regensburg. Nach einem kleinen Zwischenstopp bei einem VAG Autohaus in dem ich in Kalt-Akquise den damals neuen Audi V8 verkauft habe, landete ich durch ein Zufalls-Gespräch wieder bei meinem Lehrbetrieb und wurde Organisationsleiter im Marketing (Events, Kataloge und Prospekte, Händlerveranstaltungen bis hin zu einem Kindertag in Leipzig (kurz nach der Wende) mit mehr als 15.000 teilnehmenden Kindern gehörten zu meinem Verantwortungsbereich). Nebenher machte ich meine Ausbildung zum Marketingfachkaufmann IHK. Eine wahnsinnig spannende Zeit, in der ich viel lernen durfte, in der wir viel Spaß hatten, in der wir sehr erfolgreich waren, weil wir verrückt genug waren und sein durften, um anders und innovativ zu sein.

Mit dem Abschluss zum Marketingfachkaufmann sollte mein Berufsweg sich erweitern, das wollte ich. Und so heuerte ich bei einer Autovermietung an, um dort als Vertriebsleiter den ostbayerischen Raum und einen Teil der neuen Bundesländer auf- und auszubauen. Drei Jahre später wurde ich abgeworben. Ich ging erst nach München und dann mit der Firma (der Umzug war geplant, als ich anfing) in den Bayer. Wald nach Cham. Als Produktmanager in der zweitgrößten Fotoalbenfabrik Europas war ich verantwortlich für das Produkt-Sortiment, den Katalog, die Messen und die Sonderaufträge für die ganz großen Kunden. Aus einem Sortiment mit sehr konservativen Artikeln haben wir mit 52 Design-Serien einen anderen Laden gebaut, den Messe-Umsatz verdreifacht, den Gesamt-Umsatz vervielfacht und neue Kundengruppen erschlossen. Meine ersten internationalen Erfahrungen. Aber, das Leben ging weiter, die Märkte änderten sich, die Digital-Fotografie hat uns die Luft zum Atmen genommen.
Da ich mich mit Medien sehr gut auskannte, v.a. mit Print-Medien war es naheliegend, die Seiten zu tauschen. Vom Einkäufer wurde ich zum Verkäufer und das in einer kirchlichen Druckerei in Regensburg, die aber auch andere Druckerzeugnisse lieferte. Meine Aufgabe war es, Neukunden zu erschließen, was ich knapp zwei Jahre sehr erfolgreich getan habe. Der größte Kunde der Druckerei, den ich damals akquirierte druckt dort heute noch seine Produkte.
Das Internet war auf dem Vormarsch. CD-ROM Produktionen standen im Mittelpunkt des Interesses und so war es für mich logisch, mich den neuen Medien zu stellen. Ich kündigte meinen Job und setzte mich noch einmal auf die Schulbank (mit damals großen finanziellen Einbußen, aber mein Glauben an die Zukunft half mir) in München. Eine Ausbildung zum Projektmanager für interaktive Medien brachte mich den neuen Märkten näher. Es gab viel Interesse an den Menschen, die diese neuen Fähigkeiten mitbrachten. Gepaart mit meinen Fähigkeiten früherer Tätigkeiten landete ich in einer sehr jungen, innovativen Werbe- und Medienagentur in Nürnberg. Große regionale, nationale und internationale Kunden bedienten wir mit innovativen Produkten.

Und dann kam ein Anruf, der für die Zukunft einiges ändern sollte. Der Geschäftsführer der Akademie in München, in der ich meine Ausbildung machte, rief an und fragte, ob ich mir vorstellen könnte, für ihn in Regensburg eine Niederlassung (also eine Schule für Mediendesign) aufzubauen und den Vertrieb in Ostbayern zu übernehmen. Außerdem würde er mich gerne dabei haben, ein neues Produkt zu entwickeln, das es so auf dem Bildungsmarkt noch nicht gibt. Nach einer kurzen Bedenkzeit (ein paar Tage mit Hin- und Herwiegen der Vor- und Nachteile) rief ich ihn zurück und sagte: O.k. - mache ich, aber ich möchte nicht angestellt sein. Kann er sich vorstellen, dass wir auf selbständiger Basis zusammenarbeiten? Ich hatte den Drang, noch was anderes zu machen, von dem ich zu dem Zeitpunkt noch nicht wusste, was es wirklich sein wird. So haben wir angefangen und das Satellitengestützte Tele-Training entwickelt, eine Außendienst-Mannschaft von 14 Leuten in Deutschland gebaut, die Schule in Regensburg hochgezogen, pro Jahr ca. 1.400 Menschen in Deutschland ausgebildet. Mit dem Konzept erreichten wir hochqualifizierte Leute, die mit Einschränkungen sonst nie an so eine Ausbildung gekommen wären (Alleinerziehende, Menschen in sehr ländlichen Regionen, Rollstuhlfahrer, usw.) Eine Integrationsquote von mehr als 97% in den ersten Arbeitsmarkt brachten uns höchste Anerkennung und Qualitätsauszeichnungen und neue Kunden und Unternehmenspartnerschaften.
Meinen Weg ging ich mehr als 6 Jahre mit diesem Unternehmen und habe mir nebenbei meine Dozenten-Tätigkeiten bei 12 Bildungsträgern im Umkreis von ca. 150 km um Regensburg erschlossen. Gut, ich arbeitete sehr viel in dieser Zeit. Tage, die um 7 Uhr begannen und um 23 Uhr endeten, mit Fahrten von 300 km am Tag zwischen den Kunden waren eher normal. Selbst und ständig halt. Aber es hat Spaß gemacht, sehr viel Spaß und ich konnte Menschen helfen, ihren nächsten Schritt im Leben zu machen. Das war schon immer mein Antrieb und ist es heute noch. Mein Warum.

2005 führte mich mein Weg nach Halle (Saale), ich wurde Coaching-  und Trainingsmanager bei einem großen IT-Unternehmen. Mit 23 MitarbeiterInnen bildeten wir in Halle und in Bratislava (Slowakei) über die Jahre mehr als 1.500 MitarbeiterInnen im Verkauf aus und fort. Ständiges Wachstum, ständiger Ausbau des Marktanteils, Jahr für Jahr und das bis heute. 2008 wurde ich im ersten Betriebsrat zum Betriebsrats-Vorsitzenden gewählt. Bis dahin hatte ich mit Arbeitsrecht, Betriebsverfassung usw. wenig am Hut. Ich war und bin auch kein Gegner des Arbeitgebers, sondern verstehe mich und mein 15 köpfiges Team als Partner, als Co-Management. 2010 wurde ich in den europäischen Betriebsrat gewählt und übernahm das Amt des Vorsitzenden des EWC im Jahre 2014. Viele innovative Projekte (z.B. Home-Office-Möglichkeiten für 2/3 der Belegschaft im Jahre 2013) entstanden und entstehen weiterhin. Zum Wohle der MitarbeiterInnen und zum Wohle des Unternehmens, die Partnerschaft eben, die gemeinsame Innovation und gemeinsames Wachstum sicherstellen. Für die Pandemie waren wir sehr gut gewappnet und konnten die Weiterführung des Betriebes ohne nennenswerte Einschränkungen innerhalb von 48 Stunden zusammen mit dem Arbeitgeber sicherstellen.
Aber, diese Jahre wären eine ganz eigene Geschichte, auf die ich hier nicht näher eingehe.

Coaching wurde meine Leidenschaft, Training war es eh schon lange. Die Mediation kam dazu und Beratung/Consulting habe ich irgendwie schon seit mehr als 25 Jahren gemacht. So schließt sich der Kreis und mit mehreren Aus- und Fortbildungen (bei den Ausbildungsnachweisen zu finden) entwickle ich meine Fähigkeiten und Soft-Skills weiter.

Der Weg ist der Weg und dieser Weg wird auch weiterhin sehr interessante Begegnungen und Projekte mit sich bringen. Idealerweise mit Ihnen. Und darauf freue ich mich sehr.