Der Mediationsprozess
Die Auftragsklärung
- Welche Personen sind beteiligt?
- An welchem Ort finden die Gespräche statt?
- Wie viel Zeit wird veranschlagt?
- Welche Kosten entstehen und wer übernimmt diese?
- Ist bereits ein Gericht involviert?
- Welche rechtlichen Relevanzen wurden bisher erörtert?
- Sind wichtige Fristen zu beachten?
- Was sind die Ziele dieser Konfliktlösung?
- Welche Probleme sind derzeit sichtbar?
- Welche Gemeinsamkeiten sind derzeit sichtbar oder schon erarbeitet worden?
- Welche Differenzen sind zu Tage getreten?
- Welche Emotionen sind auf den Seiten der Kontrahenten zu sehen / vorhanden?
- In welchem Verhältnis stehen die Kontrahenten zueinander?
- Wie ist das Auftragsgeberverhältnis im Konflikt und zum Mediator?
Einzelgespräche mit den Parteien
- Kontakt und Rapport herstellen
- Themensammlung mit der einzelnen Partei
- Sichtweisen klären
- Gibt es eine "Hidden-Agenda", wenn ja, welche?
- Welche positiven Absichten verfolgt die einzelne Partei?
- Welche Motive treiben die einzelnen Parteien?
- Welche Emotionen treten hervor, welche Emotionen sind verletzt worden?
- Welche Positionen gibt es zu gewinnen, bzw. zu verlieren?
- Welchen systemischen Verstrickungen unterliegt die einzelne Partei?
- Gibt es Projektionen, Doppelbelichtungen, Parentifizierung, etc.?
- Steckt Rache dahinter?
Die einzelnen Parteien konfliktfähig machen (getrennt voneinander)
- Ziel ist es, die Konfliktfähigkeit der einzelnen Partei sicherzustellen
- In diesem Prozessteil ist es eine Mischung aus Mediation und Coaching
- Lösungen mit den einzelnen Parteien antesten
Beide Parteien zusammenführen
- Der Mediationsprozess wird nun gemeinsam fortgeführt
- Mit beiden Parteien mögliche rechtliche Schritte erörtern und die entsprechenden Konsequenzen daraus aufzeigen
- Gemeinsamkeiten - Differenzen neu klären
- Positionswechsel durchführen
- zu einer Lösung kommen (idealerweise Win-Win)
Kontrakt und Konsensfindung
- Eine Einigung wird erzielt
- Das Controlling dieser Einigung festlegen, die ToDo´s für beide Seiten festlegen
- Letzte Einwände und Hindernisse testen
- Zukunftstauglichkeit der Lösung testen
- Kontrakt abschließen
Besiegeln
- Shake Hands als Ausdruck der gegenseitigen psychologischen Verpflichtung
- Einen rechtsklaren Vertrag zwischen den Parteien aufsetzen
- und unterzeichnen
Wichtig ist die ganzheitliche Betrachtung des Konfliktes. Der Mediator ist Profi-Schlichter von Konflikten im Business, um gerichtliche Auseinandersetzungen zu vermeiden. Dadurch wird Geld und Zeit für Gerichtskosten vermieden und es werden für beide Seiten nachhaltige Lösungen gefunden.
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