1-2-3 Positionen
Die kleine systemische Aufstellung
Den anderen verstehen! Empathie! (sich in den Anderen hineinversetzen können)
Die andere Sichtweise!
Speziell in Konflikten besteht die Gefahr, immer nur mit der eigenen Sichtweise auf ein Thema zu schauen (durch eigene Erfahrungen, Erlebnisse, Werte, Glaubenssätze, etc.).
Mit diesem Modell wird der „Klient“ um sein Thema herum in 3 verschiedene Positionen gestellt, so dass der „Klient“ das Thema aus den verschiedenen Blickwinkeln betrachten kann. Der „Klient“ stellt sich quasi in das Thema, in den Konflikt hinein und lässt die Positionen auf sich wirken. Auf diese Art und Weise erkennt der „Klient“ auch das Gegenüber aus der Position 2 und die Sachlichkeit des Themas/Konflikts aus der Position 3.
Die praktische Umsetzung erfolgt in Form von z.B. 3 Plättchen, die man auf den Boden legt, oder 3 Stühle, auf die sich der Klient nacheinander setzt, um so physisch in die jeweils andere Position zu begeben.
Der Coach führt den Klienten als Begleiter (mit Augen zu) in die jeweiligen Positionen und begleitet dies mit Anweisungen (auf 1 – Du bist Du selbst und da gegenüber steht die Person x). Jetzt sprich bitte mal alles aus, was Dir nicht passt, was Dir passt, was Du nicht leiden kannst, etc. Idealerweise spricht der „Klient“ das laut aus. Dies verstärkt zum einen die Energie, zum anderen erfahre ich als Coach mehr und kann besser die Lösung begleiten. Wenn der „Klient“ durch die Position 1 durch ist, den Klienten wieder rausbegleiten. Nun begleitet der Coach den Klienten in die Position 2 und lässt den Klienten aus der Sichtweise des „Du“ formulieren.
Wichtig ist, dass der „Klient“ in jeder Position die „aufkommenden Energien“ spürt und auf das „kommende Innere“ reagiert und handelt.
In der Position 3 geht der Klient in die „Berater-Rolle“ (Coach, Berater) der beiden Kontrahenten und spricht die Empfehlungen auch laut aus.
Danach kann der Klient wieder in die Position 1 geführt werden und das „Gelernte“ verarbeiten und die „neuen“ Handlungsmöglichkeiten implementieren.
Dieses Werkzeug lässt sich sehr gut in der Mediation/Konfliktmanagement verwenden, um beide Seiten auf das eigentliche Mediationsgespräch vorzubereiten. Durch diese Art der Vorbereitung sind die Emotionen im Idealfall schon „repariert“. Dies versachlicht den Konflikt und lässt beide Seiten zu einer Lösung kommen. Die beiden Parteien werden so „konfliktfähig“ gemacht.
Die meiste Musik spielt in der Position 2. Für den Coach lassen sich daraus (aus dem Umgang des Klienten mit der Position 2) äußerst wichtige Erkenntnisse ziehen, die im weiteren Coaching-Prozess sinnvoll verwendet werden können.
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